Das Thema Geld beschäftigt uns alle und leider weckt es bei vielen eher negative Gefühle. Allerdings lassen sich diese Emotionen mit Affirmationen für Geld ändern. Die daraus entstehenden Glaubenssätze beeinflussen aber nicht nur unseren Umgang mit Finanzen, sondern wirken sich auch positiv auf unser Leben aus.

Wie Affirmationen und Glaubenssätze wirken sowie meine ganz persönlichen Ansichten und Erfahrungen zu Affirmationen für Geld, erfährst Du in diesem Artikel. Falls Du das Gefühl hast, dass Du Dir manchmal ein Stück weit selbst im Weg stehst wenn es ums Geld, bist Du hier richtig.

Glaubenssätze und Affirmationen – was sie sind und wie sie unseren Umgang mit Geld beeinflussen

Glaubenssätze

Ganz allgemein formuliert sind Glaubenssätze Aussagen, die wir für wahr halten; an die wir also glauben. Es ist sinnvoll, dass wir uns hin und wieder Gedanken über unsere Glaubenssätze machen, denn wir halten sie nicht nur für wahr, wir sorgen in aller Regel auch dafür, dass sie sich bewahrheiten. Damit ist gemeint, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas lenken und unser Handeln auf etwas ausrichten, dass unsere Glaubenssätze bestätigt.

Diesem Verhalten liegt der sogenannte Bestätigungsfehler zugrunde. Statt uns also sachlich und rational mit allen zur Verfügung stehenden Informationen auseinanderzusetzen, halten wir an dem fest, an das wir glauben. Im Negativen verschließen wir dadurch unsere Augen vor möglicherweise attraktiven und lukrativen Gelegenheiten und verharren in einem potenziell unangenehmen Gefühlszustand. Im Positiven werden Energie, Motivation, Kreativität und Potenzial entfaltet, die uns unserer Überzeugung näher bringen und uns in unserem positiven Gefühl bestätigen. Nicht umsonst heißt es „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ und „Der Glaube kann Berge versetzen“.

Es handelt sich bei Glaubenssätzen also gewissermaßen um sich selbst erfüllende Prophezeiungen. Und genau darum lohnt es sich, darüber nachzudenken, ob bestimmte Glaubenssätze zu uns passen oder ob wir sie ändern wollen.

Affirmationen

Der Begriff Affirmation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Bejahung“ oder „positive Wertung“. Bei einer Affirmation handelt es sich damit also um einen Ausspruch, der zu einem positiven Glaubenssatz werden kann – und genau dafür werden Affirmationen üblicherweise auch angewandt. Durch mantraartiges Aufsagen von Affirmationen sollen sich diese als positive Glaubenssätze verfestigen und entsprechend ihre Wirkung entfalten.

Hierbei ist meiner Ansicht nach jedoch eine gewisse Vorsicht geboten. Denn das bloße Aufsagen eines als Affirmation formulierten Wunschtraums wird ihn nicht auf einmal und ohne weiteres wahr machen, auch wenn wie noch so sehr daran glauben. Vielmehr könnten die Affirmationen – ähnlich wie es bei den Glaubenssätzen ist – als Wegweiser für unsere Energie verstanden werden. Das bewusste Ausrichten unserer Aufmerksamkeit wird dazu führen, dass sich unsere Wahrnehmung und unser Handeln zugunsten unseres Wunsches verändern und ihn damit wahrscheinlicher machen. Gleichzeitig wird diese Bemühung zunehmend unbewusst, wodurch aus einer Affirmation langsam ein Glaubenssatz wird.

Glaubenssätze und Affirmationen für Geld

Unser Leben wird auf vielfache Weise durch unsere Glaubenssätze beeinflusst und auf ebenso vielfältige Weise können wir Affirmationen einsetzen, um bestimmte Glaubenssätze zu ändern. Für den Rest dieses Artikels möchte ich mich allerdings auf Glaubenssätze und Affirmationen für Geld konzentrieren, da in diesem Bereich häufig immenses Potenzial schlummert.

Wie eingangs erwähnt, weckt das Thema Geld bei vielen Menschen negative Gefühle. Glaubenssätze wie „Geld verdirbt den Charakter.“ oder „Geld ist schwer zu bekommen.“ prägen in diesen Fällen oft das Verhalten. Wer keinen schlechten Charakter haben möchte, wird es vermeiden, Geld anzuhäufen. Und wer daran glaubt, dass Geld schwer zu bekommen ist, wird sich bietende Gelegenheiten vermutlich eher als Risiko, denn als Chance wahrnehmen. Oft stehen wir uns also selbst im Weg.

So war es auch bei mir.

Mein Weg zu stimmigen Glaubenssätzen über Geld

Glaubenssätzen über Geld – negativ, positiv oder neutral?

Ich schreibe hier bewusst „stimmig“ und nicht „positiv“ weil das meinem Gefühl eher entspricht. Häufig liest man davon, dass Affirmationen für Geld das Ziel verfolgen, „Geld zu lieben“, bzw. ganz allgemein positive Glaubenssätze über Geld anzustreben. Meiner Meinung nach muss es aber gar nicht so weit gehen; wir müssen Geld nicht zwingend lieben.

Der Ausspruch „Geld allein macht nicht glücklich.“ gilt beispielsweise ebenfalls als negativer Glaubenssatz. Meiner Überzeugung nach hat Geld für sich betrachtet jedoch keinen Wert und kann allein gar nicht glücklich machen. Der Wert des Geldes ergibt sich daraus, wie wir es für die Befriedigung unserer Bedürfnisse einsetzen. Ich verstehe Geld also als Mittel zum Zweck und sehe es daher eher neutral; zumal zu viel „Geldverliebtheit“ schlimmstenfalls dazu führt, dass wir es nicht mehr im Sinne der Erhöhung unserer Lebensqualität auszugeben bereit sind.

Nun aber genug der Vorrede.

Meine Ausgangslage – negative Glaubenssätze wo man hinschaut

Mein Weg zu stimmigen Glaubenssätzen über Geld führte leider nicht über die Anwendung entsprechender Affirmationen. Als ich die ersten Unstimmigkeiten wahrnahm, war ich noch weit von meinem heutigen Kenntnisstand entfernt. Vermutlich wäre ich meinem inneren Bremsklotz schneller auf die Schliche gekommen, hätte ich mein heutiges Wissen bereits damals gehabt.

Meine damalige Vorstellung war es, dass Geld nur mit Arbeit, wenn nicht sogar harter Arbeit, verdient werden kann. Gleichzeitig habe ich geglaubt, dass Arbeit per se keinen Spaß machen kann und immer Überwindung kostet.

Dem gegenüber stand mein lange gehegter Wunsch „Menschen zu helfen“ bzw. „etwas Gutes zu tun“. Ich hatte damals noch keine konkrete Vorstellung, wie genau das aussehen würde. Für mich stand aber fest, dass ich damit effektiv kein Geld verdienen könnte. Mein Wunsch würde ja schließlich etwas sein, wofür ich brenne, was ich unheimlich gerne mache. Und da sich „Geld nur mit Arbeit“ verdienen lässt und „Arbeit Überwindung kostet“, war es in meiner Überzeugung nicht möglich, Geld mit meiner Wunschtätigkeit zu verdienen.

Mein Weg, leider ohne Affirmationen für Geld…

Darum galt es, erstmal zu arbeiten und Geld zu verdienen, mit dem Ziel, finanziell frei und unabhängig zu werden. Erst dann – endlich – würde ich es mir erlauben, Gutes zu tun. Hinter dieser Vorstellung von den Zusammenhängen zwischen Arbeit, Geld und Träumen steckten eine Menge hinderliche Glaubenssätze. Zu den offensichtlicheren und bereits genannten:

  • Geld lässt sich nur mit (harter) Arbeit verdienen
  • Arbeit macht keinen Spaß und kostet Überwindung

gesellten sich noch solche, die weniger ins Auge sprangen:

  • Geld lässt sich nicht mit etwas Gutem verdienen
  • Träume sind nicht das gleiche wie Arbeit
  • Die Verwirklichung von Träumen kostet Geld, statt welches einzubringen

Wenn man diese Ausgangssituation betrachtet, verwundert es auch nicht, dass der Rat einer guten Freundin „Einfach anzufangen.“ bei mir auf vollkommenes Unverständnis stieß. Heute weiß ich, dass es grundsätzlich möglich gewesen wäre, einfach anzufangen. Für mein damaliges Ich mussten aber erstmal diese Glaubenssätze über Geld und Arbeit aufgelöst werden.

Dieser Prozess begann bei mir mit der Wahrnehmung meines inneren, immer stärker werdenden Drangs, Gutes tun zu wollen sowie der Diskrepanz zwischen innerlich empfundenen und äußerlich erlebten Werten. Ich habe viel recherchiert und gelesen, habe ein Coaching in Anspruch genommen und bin dabei auf den Ursprung meines Antriebs gestoßen – Unehrlichkeit und Ungerechtigkeit. Es gibt leider viel zu viel von beidem in unserer Welt; um Gutes zu tun bieten sich also diverse Ansatzmöglichkeiten. Ich bin schließlich beim Thema Geld hängen geblieben, da es mich auch ganz grundsätzlich interessiert und fasziniert.

Zu dem Zeitpunkt war mir die Tatsache noch nicht bewusst, dass mein übergeordnetes Thema und einige meiner hemmenden Glaubenssätze dieselben waren. Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Geld habe ich mich also einerseits weitergebildet und gleichzeitig unbewusst meine Glaubenssätze geändert. Über ein paar Umwege bin ich schließlich bei einer für mich stimmigen Möglichkeit gelandet, Menschen wirksam im Bereich Geld zu helfen.

Meine Erkenntnis – Glaubenssätze sind echt wirksam!

Der Prozess, den ich hinsichtlich der Änderung meiner Glaubenssätze über Geld durchlaufen habe, war relativ unstrukturiert und ich hatte keine Begleitung auf meinem Weg. Was mir aber retrospektiv auffällt ist, wie sehr sich meine Motivation und meine Energie verstärkt haben, seit sich meine Glaubenssätze über Geld und auch über Arbeit geändert haben. Den Elan und die Begeisterung, mit denen ich heute an meine Arbeit gehe, habe ich bisher bei keiner anderen Tätigkeit verspürt.

Ich tue heute etwas, was mir Spaß macht und wofür ich ehrlich brenne – und ich verdiene Geld damit! Das war damals für mich schlicht undenkbar.

Die für mich wichtigste Erkenntnis ist, wie enorm der Unterschied in meiner empfundenen Lebensqualität ist, seit sich dieser Wandel vollzogen hat. Ich bin unendlich dankbar dafür und stolz darauf, dass ich das geschafft habe. Gleichzeitig glaube ich, dass es vielen Menschen auch so geht, wie es mir damals ging. Das würde bedeuten, dass in ihnen noch unheimlich viel Potenzial und Lebensfreude schlummern, die durch hinderliche Glaubenssätze und möglicherweise fehlende Visionen zurückgehalten werden. Mein Wunsch ist es, an dieser Stelle als Wegbegleiter zur Seite zu stehen.

Glaubenssätze mit Affirmationen für Geld ändern

Falls Du Dich also in meiner Geschichte wiedererkennst – zum Teil oder sogar in Gänze – und glaubst, dass da noch viel mehr in Dir steckt, möchte ich Dich gerne einladen, die folgende Übung auszuprobieren. Dabei wirst Du einen alten Glaubenssatz über Geld oder was auch immer Dich zurzeit einschränkt durch die Verwendung von Affirmationen langsam auflösen. Auf diese Weise änderst Du bewusst und gezielt Deine inneren Überzeugungen und musst nicht wie ich den langen Weg gehen.

  1. Den einschränkenden Glaubenssatz identifizieren
    Im ersten Schritt geht es darum, Dir klar zu werden, an welchem Glaubenssatz bzw. Thema Du arbeiten möchtest. Stelle Dir die folgenden Fragen:
    „Welche Überzeugung schränkt mein Leben ein bzw. hindert mich an der Erreichung eines bestimmten Ziels?“
    „Was führt mich zu dieser Überzeugung?“
    „Warum war dieser Glaubenssatz bislang gut für mich? Was hat sich jetzt geändert?“
  2. Neuen Glaubenssatz ermitteln
    Nachdem Du Deine einschränkende Überzeugung kennengelernt hast, gilt es, sie durch eine neue, förderliche zu ersetzen. Stelle Dir die folgende Frage:
    „Was möchte ich anstelle der alten Überzeugung über mich bzw. über das Thema glauben?“
  3. Affirmation formulieren
    Um den neuen Glaubenssatz zu festigen, nutzen wir eine entsprechende Affirmation. Die Wirksamkeit der Affirmation hängt wesentlich davon ab, wie sie formuliert ist. Achte also darauf, dass Deine Affirmation:
    • positiv formuliert ist.
    • keine Verneinung beinhaltet.
    • so konkret wie möglich formuliert ist.
    • einen Prozess beschreibt statt eines Ziels.
    • in der Gegenwart formuliert ist, so als wäre sie bereits wahr.
    • kraftvoll ist, also auf den Konjunktiv verzichtet.
  4. Integriere Deine Affirmation in Dein Leben
    Suche Dir Gelegenheiten in Deinem Alltag, in denen Du Dir Deine Affirmation ins Bewusstsein holst. Sag sie Dir auf, wiederhole sie und lebe sie mit voller Aufmerksamkeit. Tue das so lange, bist Du merkst, dass die mit der Affirmation verbundene Überzeugung für Dich ganz natürlich geworden ist.

Was noch wichtig ist

Die Formulierung als Prozess ist in meinen Augen von besonderer Bedeutung, und das aus zweierlei Gründen. Ist das Ziel nämlich einerseits zu weit weg, ist die Diskrepanz zwischen aktueller Lebensrealität und Wunsch zu groß. Der Glaubenssatz wird sich nicht festigen können. Ist das Ziel andererseits erreicht, besteht die Gefahr, dass die gewünschten Überzeugungen und Verhaltensweisen langsam wieder verschwinden. Statt also zu sagen „Ich bin schlank.“ ist es hilfreicher zu sagen „Ich ernähre mich bewusst und gesund und liebe es, mich zu bewegen.“.

Ich möchte an dieser Stelle auf eine Auflistung von Beispielaffirmationen für Geld und für andere Bereiche verzichten. Meiner Ansicht nach wirken Affirmationen am besten, wenn sie wirklich Deine sind, Du sie also ganz natürlich aus Dir heraus formulierst. Fühle also am besten in Dich hinein und spüre, wo Du hin willst.

Ich möchte Dich ermutigen, geduldig zu sein und dieser Veränderung Zeit zu geben. Denn während Deines gesamten Lebens wurden Deine Überzeugungen vermutlich vorwiegend von außen geprägt. Deine Eltern, Lehrer, Freunde, Kollegen, Filme, Musik, Werbung und vielem mehr haben Dich über lange Zeiträume beeinflusst. Dein Unterbewusstsein wurde möglicherweise also sehr lange und praktisch unablässig in ein bestimmtes Denkmuster gelenkt. Das lässt sich nicht von heute auf morgen ändern. Es braucht also Geduld und Durchhaltevermögen. Und bedenke auch, dass Glaubenssätze nicht einfach wahr werden, sondern sich in Deinen Handlungen und Deiner Wahrnehmung ausdrücken.

Im Coaching folgen wir üblicherweise einem ähnlichen Prozess, den wir natürlich aber ganz individuell an Deine Belange anpassen. Unter anderem widmen wir uns Deinen einschränkenden Glaubenssätzen sehr viel intensiver. Das Ziel dabei ist, sie im Dialog durch gezielte Fragen aus einer anderen Perspektive nachhaltig zu schwächen. Dadurch lassen sie sich im Folgenden leichter durch neue Überzeugungen ersetzen und Ergebnisse werden schneller sichtbar.

Die Kraft der Affirmationen für Geld

Affirmationen für Geld haben einen starken Einfluss auf Deinen Umgang mit Deinen Finanzen. Dieser Einfluss sollte daher nicht ungenutzt bleiben. Durch die Verwendung von Affirmationen für Geld bist Du in der Lage, innere Hindernisse aus dem Weg zu räumen und Deine Lebensqualität zu steigern – selbstbestimmt und selbstwirksam.

Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.

Abraham Lincoln

Es liegt in Deiner Hand!